Damit bei der Computerarbeit nichts ins Auge geht

Ohne Computer geht heute meistens nichts mehr. Auch die Art, wie Menschen heute miteinander kommunizieren, hat sich grundlegend verändert: das Smartphone gehört mittlerweile für die meisten Menschen zur Grundausstattung und ist für viele zum ständigen Begleiter geworden. Bildschirme bringen jedoch eine Reihe von Problemen mit sich, die langfristig eine Bedrohung der Gesundheit darstellen können.

Bildschirm-Licht = LED-Licht

Die Hintergrundbeleuchtung wird mit Leuchtdioden, kurz LED, realisiert. LEDs sind Kaltlichtquellen, die kein natürliches Lichtspektrum abstrahlen, sondern ein Lichtsurrogat, das nur aus wenigen Bereichen der optischen Strahlung zusammengesetzt ist. Die Hauptenergie für die Lichterzeugung stammt dabei aus einer blauen LED, deren Strahlung durch spezielle Leuchtstoffe teilweise so umgewandelt wird, dass für das bloße Auge ein scheinbar weißes Licht entsteht.

Auch wenn es heute LEDs gibt, deren Lichtfarbe deutlich wärmer erscheint, stecken in dem scheinbar warmen Licht viele schädliche Blauanteile, die jedoch für das Auge nicht wahrnehmbar sind.

Zudem erzeugen LEDs kaum rotes Licht und keinerlei Nahinfrarot. Diese langwelligen Anteile, die sowohl im Sonnenlicht als auch im Spektrum echter Glühlampen stark vertreten sind, helfen dem Körper bei der Geweberegeneration und der Reparatur auf Zellebene, was für die optimale Funktion der Netzhaut von besonderer Bedeutung ist. Kaltes Licht stresst unsere Augen nicht nur über Bildschirme, sondern auch durch die Raumbeleuchtung am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld.

Blaulicht-Alarm

Die Folgen für den Organismus sind tiefgreifend, denn mangelnde Regeneration fördert schleichend und vielfach unbemerkt die Entstehung degenerativer Störungen und Krankheiten.

Im Spektrum des sichtbaren Lichts spielt der Blauanteil eine besondere Rolle. Einerseits gibt es neben den Farbrezeptoren in der Netzhaut noch ein zweites Empfangssystem für blaues Licht, das direkt mit der inneren Uhr in Verbindung steht und so einen starken Einfluss auf alle chronobiologischen Funktionen im Organismus hat. Andererseits erzeugt blaues Licht in allen Geweben des Körpers Sauerstoffradikale und führt dadurch schnell zu zellulärem Stress. Da Kaltlichtquellen keine Wärme abstrahlen, fehlt außerdem der Anteil, der in natürlichem Licht die Regeneration der Netzhaut fördert. Aus diesen Gründen ist ein überlegter Umgang mit Lichtquellen, die erhöhte Blauanteile in ihrem Spektrum haben, sehr zu empfehlen. Übrigens sind auch sogenannte „Vollspektrumlampen“ starke Blaulichtstrahler und insbesondere in den Abenstunden zu vermeiden.

Gefahr für Kinder

Gerade Kinder mit ihren noch empfindlichen Augen sind hier ganz besonders gefährdet, wie ein Zitat aus der Presseerklärung der französische Behörde für Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES), zeigt: “Der hohe Anteil an Blau in dem emittierten Licht sowie die hohe Leuchtdichte von LEDs stellen für das Auge eine ernste Gefahr dar. Es entsteht “toxischer Stress” in der Retina, wodurch in relativ kurzer Zeit Netzhautschäden erzeugt werden können. Kinder sind hierbei in besonderem Maße betroffen, weil sich ihre Augenlinsen noch in der Entwicklung befinden und die gefährlichen Wellenlängen nicht effizient filtern können.”

Diese Presseerklärung wurde bereits im Oktober 2010 veröffentlicht. Sie konnte jedoch den zweifelhaften Siegeszug der LED-Beleuchtung nicht verhindern. Die Problematik wurde von vielen offiziellen Stellen eher totgeschwiegen, anstatt sich angemessen mit möglichen Lösungen zum Schutz unserer Kinder zu befassen. Mittlerweile rüsten sogar immer mehr Schulen auf die LED-Technik um, ohne die potentielle Gesundheitsgefährdung für die Schutzbefohlenen zu berücksichtigen. Dabei werden meistens LEDs mit extra hohem Blauanteil (= hoher Farbtemperatur) verwendet, weil dieses Licht angeblich die Produktivität und das Konzentrationsvermögen steigern sollen!

Abhilfe schaffen – aber wie?

Die Blaulicht-Problematik, die mit der zunehmenden Verwendung von LEDs und Bildschirmen einhergeht, ist mittlerweile schon so weit etabliert, dass immer mehr Smartphones und Computerbildschirme über Einstellmöglichkeiten verfügen, die den problematischen Blaulichtanteil reduzieren sollen.

Die meisten dieser Lösungen leisten bei genauer Betrachtung jedoch nicht, was der Nutzer wirklich erwartet: es besteht nämlich ein signifikanter Unterschied zwischen einer oft nur geringfügigen Verminderung der Blauanteile und der zuverlässigen Eliminierung des aggressiven blauen Lichts.

In den untenstehenden Abbildungen sieht man den Unterschied deutlich.

Abb. Softwarelösung versus Blaulicht-Schutzbrille

Links oben sieht man den Bildschirm bei maximaler Blaulichtreduktion durch eine Softwarelösung. Im Spektrum darunter ist immer noch eine kleine Blauzacke zu erkennen. Rechts oben sind die Bildschirmfarben durch eine Blaulicht-Schutzbrille wenig verändert. Trotzdem zeigt das Spektrum darunter eine weitestgehende Reduktion der Blauanteile.

Die Abbildungen auf dieser Seite zeigen deutlich, dass man mit einer Softwarelösung den Blauanteil erst bei Einstellungen beseitigen kann, die zu einer erheblichen Veränderung der Farbwiedergabe führen. Die Blaulicht-Schutzbrille eliminiert die Blauanteile wirksamer und bietet trotzdem eine bessere Farbwiedergabe: Während der Farbwiedergabeindex bei vergleichbarer Blaulichtreduktion bei der Software nicht mehr messbar ist, liegt er bei der PRiSMA Blaulicht-Schutzbrille noch bei einem Wert von 72. Die Filterbrille gewährleistet also bei effektiverer Filterung die deutlich bessere Farberkennung.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 vom Lighting Research Center, Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, USA bestätigt, dass die Melatoninsuppression mit einer Softwarelösung nicht signifikant verhindert wird. Quelle: „Does the iPad Night Shift mode reduce melatonin suppression?” von R Nagare MS, B Plitnick RN and MG Figueiro PhD.

Fazit

Mit Softwarelösungen kann man den Blauanteil erst bei einer Einstellung beseitigen, die zu einer erheblichen Veränderung der Farbwiedergabe und zu Unschärfe führt. Die Blaulicht-Schutzbrille eliminiert die Blauanteile wirksamer und bietet trotzdem eine bessere Farbwiedergabe. Sie gewährleistet also bei effektiverer Filterung die deutlich bessere Farberkennung. PRiSMA bluelightprotect Brillen, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Lichtbiologen Dr.med. Alexander Wunsch, erfüllen die Kriterien für innovativen und konsequenten Blaulicht-Schutz in verschiedenen Stufen mit maximaler Farbwiedergabe und stellen eine sichere Lösung dar.

Für den zuverlässigen Schutz von Augen und Hormonsystem und für die generelle Lichtgesundheit ist die wirkungsvolle Entfernung des blauen Lichts aus modernen Kunstlichtquellen von zentraler Bedeutung.
Eine bloße Reduzierung ist meist nicht ausreichend. Die fehlenden langwelligen Spektralanteile verstärken die Wirkung der Blauanteile. Im Sonnenlicht werden die aggressiven Blauanteile durch gleichzeitig vorhandene langwellige Bereiche weitgehend ausgeglichen.

Bisher gibt es nur wenig brauchbare Lösungen, um den Blauanteil gezielt und sicher zu entfernen. Eine Begrenzung der täglichen Nutzung von Bildschirmen aller Art auf das Notwendige ist zu empfehlen. Außerdem sollte man den Augen täglich mindestens eine Stunde in natürlichem, ungefiltertem Tageslicht gönnen. Das Tragen einer geeigneten Blaulicht-Schutzbrille etwa eine oder zwei Stunde vor dem Zubettgehen erleichtert dem Körper die Ausschüttung von Melatonin.

Reinhard Gerl

Reinhard Gerl

Reinhard Gerl, Gründer der in Bayern ansässigen Firma Innovative Eyewear ist ein deutscher Pionier in Sachen visueller Prävention, denn er widmet sich bereits seit über 12 Jahren intensiv dem Aspekt der Vermeidung von unerwünschten Blaulichteinflüssen auf Augen und Hormonsystem und entwickelte zusammen mit dem Heidelberger Lichtspezialisten Dr. med. Alexander Wunsch Blaulicht- Schutzbrillen der bekannten Marke PRiSMA.

innovative-eyewear wird in der Schweiz durch LOTUS-WS GmbH vertreten, www.lotus-selection.ch  

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